flog

dem Flo sein Blog

Ex-Feuerwehrman, Baskettballer, Schachspieler, House-Addict (since 1998), Radfahrer, Fitnessmensch und vor allem: Webprogrammierer aus Leidenschaft. Meine Hosen hab ich auch auf Facebook und Xing runtergelassen

Fastboot Archlinux - Dem Linux Beine machen

Als aller erstes muss mal der Kernel selbst gebaut werden. Dazu einfach die Kernel-Sourcen von kernel.org ziehen, entpacken, und konfigurieren:
cd /usr/src/
wget http://kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.29.1.tar.bz2
tar -xvzf linux-2.6.29.1.tar.bz2
ln -s linux-2.6.29.1 linux
cd linux
make menuconfig
Was da dann so einzustellen ist, hängt natürlich von deinem Rechner ab. Ein Grundsatz allerdings: Nach Möglichkeit alles fest einkompilieren. Ein paar Dinge, die ich eingestellt hab:
Processor type and features -> Processor family -> Core 2
Processor type and features -> Preemption Model -> Preemptible Kernel (Low-Latency Desktop)
Processor type and features -> Timer frequency -> 300 Hz
Enable the block layer -> IO Schedulers -> Default -> Deadline
Das wären nur ein paar Dinge, die ich eingestellt hab. Wichtig ist nur, alles was man braucht fest rein, alles andere raus. Danach den Kernel kompilieren und installieren:
make
make modules_install
cp arch/x86/boot/bzImage /boot/vmlinuz_foo
Danach in der /etc/grub/menu.1st, oder bei LILO entsprechend anders, zwei Kernel-Parameter anhängen: fastboot und quiet
Da du jetzt keine Module mehr hast, sondern alles fest im Kernel drin ist muss jetzt noch einiges an den Startup-Skripten gemacht werden. Alles was jetzt kommt ist Archlinux-Spezifisch.
Als erstes entfernst du aus der /etc/rc.conf alle Module, die geladen werden sollen. Den Rest hab ich so gemacht, wie im Arch-Wiki beschrieben. Eine Datei, die dort auch stark angepasst wird, die /etc/rc.sysinit, hab ich von dort genommen und zack boom bang war mein ext4 Schrott. Frag mich nicht, wie das zusammenhängt. Ich werd jetzt erstmal retten, was zu retten ist und dann pack ich meine /etc/rc.sysinit hier mit dran.

Ich kann keine Garantie dafür übernehmen, dass das 1:1 bei dir läuft also: selber Hirn einschalten. Bei mir hat es immerhin dazu geführt (bevor das Filesystem gebrickt war), dass die Boot-Zeit von 17 Sekunden vorher auf 11 Sekunden nachher geschrumpft ist.