Jetzt per IPv6 erreichbar
Es ist geschafft, der Server ist komplett auf die neue Maschine umgezogen und nun auch per IPv6 erreichbar.
Ex-Feuerwehrman, Baskettballer, Schachspieler, House-Addict (since 1998), Radfahrer, Fitnessmensch und vor allem: Webprogrammierer aus Leidenschaft. Meine Hosen hab ich auch auf Facebook und Xing runtergelassen
Es ist geschafft, der Server ist komplett auf die neue Maschine umgezogen und nun auch per IPv6 erreichbar.
Seit einigen Tagen hab ich einen eigenen Root-Server angemietet bei Webtropia in Düsseldorf. Wenn man dann schon einen Server aufsetzt, dann gleich richtig. Also Raid, Virtuelle Maschinen (via KVM), LVM und natürlich IPv6.
Grundsetup auf der Maschine ist ein Debian Lenny mit zwei Festplatten (erste Partition Swap, zweite raid1)
Für letzteres muss ich erstmal meinem Ubuntu IPv6 beitreiben. Da mein Provider noch keine IPv6 Adressen verteilt, musste eine Tunnel-Lösung her. Entschieden hab ich mich letztendlich für Hurricane Electric, keine Ahnung warum, IPv6 Tunnel Anbieter gibt es ja genug.
Zur Einrichtung einfach auf deren Seite, anmelden und die Daten in die /etc/network/interfaces eintragen:
auto he-ipv6
iface he-ipv6 inet6 v4tunnel
endpoint IPv4_ENDOINT
address IPv6_ADRESSE
netmask 64
up ip -6 route add default dev he-ipv6
down ip -6 route del default dev he-ipv6
Dann per "sudo ifup he-ipv6" das Interface starten. Testen kann man die IPv6 Verbindung so:
$ ping6 -n -c 4 heise.de PING heise.de(2a02:2e0:3fe:100::8) 56 data bytes 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=1 ttl=59 time=27.8 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=2 ttl=59 time=25.7 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=3 ttl=59 time=27.2 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=4 ttl=59 time=25.8 ms --- heise.de ping statistics --- 4 packets transmitted, 4 received, 0% packet loss, time 3005ms rtt min/avg/max/mdev = 25.770/26.674/27.866/0.912 ms
Die Verbindung steht
Als nächstes musste ich Platz schaffen auf dem Server für das LVM. Das Grundsetup sind zwei Festplatten, die jeweils erste Partition ist 1GB groß und Swap, die zweite Partition belegt den Rest der Platte und ist als Softwareraid 1 zusammengeschaltet.
Nun muss die zweite Partition verkleinert werden, dabei muss man von innen nach außen vorgehen. Erst das Dateisystem verkleinern, dann das Raid und dann die Partitionen auf den beiden Platten. Ich hab mir das verkleinern des Raids gespart und folgendes gemacht:
e2fsck -f /dev/md0 resize2fs -p /dev/md0 9G mdadm --stop /dev/md0 mdadm --zero-superblock /dev/sda2 mdadm --zero-superblock /dev/sdb2 cfdisk /dev/sda sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdb --force mdadm --create --assume-clean --level=1 -n2 /dev/md0 /dev/sda2 /dev/sdb2 resize2fs -p /dev/md0 e2fsck -f /dev/md0
Wichtig ist beim neu anlegen des Raids das "--assume-clean", da die Daten auf den beiden Partitionen ja korrekt sind, anderenfalls würden alle Daten verloren gehen auf den beiden Partitionen. Ich hab das Dateisystem auf 9GB geschrumpft, per cfdisk die Partition /dev/sda2 auf 10GB verkleinert. Mit dem abschließenden resize2fs Aufruf wird das Dateisystem dann wieder auf die volle Partitionsgröße ausgedehnt.
Das LVM ist stand jetzt noch nicht angelegt, das kommt in einem späteren Schritt. Aber soweit mal der Plan. Jetzt erstmal den Server neu starten und hoffen, dass er sauber hoch fährt :-)
Wenn der Server sauber hochgefahren ist, dann kann man auf der freien Partition auf sda und sdb ein Raid 1 anlegen und darin dann das LVM anlegen.
mdadm --create --level=1 /dev/md1 -n2 /dev/sda3 /dev/sdb3 pvcreate /dev/md1 vgcreate -s 16M vg0 /dev/md1 lvcreate -L 10G -n vm01 vg0
Jetzt ist das LVM erzeugt, und ich hab eine 10 GB große Partition angelegt, die als Root-Laufwerk für meine erste virtuelle Maschine dienen darf.
aptitude install kvm libvirt-bin
Als erstes habe ich dazu den Rechner auf bridged Networking umgestellt. Dazu einfach folgendes in die /etc/network/interfaces reinschreiben:
auto lo iface lo inet loopback auto eth0 iface eth0 inet manual auto br0 iface br0 inet static address DEINE_IPv4 netmask IPv4_NETMASK broadcast IPv4_BROADCAST gateway IPv4_GATE bridge_ports eth0 bridge_fd 9 bridge_hello 2 bridge_maxage 12 bridge_stp off iface br0 inet6 static address DEINE_IPv6 netmask 64 up ip -6 route add IPv6_GATEWAY dev br0 down ip -6 route del IPv6_GATEWAY dev br0 up ip -6 route add default via IPv6_GATEWAY dev br0 down ip -6 route del default via IPv6_GATEWAY dev br0 pre-up modprobe ipv6 bridge_ports eth0 bridge_fd 9 bridge_hello 2 bridge_maxage 12 bridge_stp off
Dann per "/etc/init.d/networking restart" das alles neu laden, danach sollte man auch vom Server IPv6 Adressen anpingen können:
$ ping6 heise.de -n -c4 PING heise.de(2a02:2e0:3fe:100::8) 56 data bytes 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=1 ttl=58 time=5.87 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=2 ttl=58 time=5.70 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=3 ttl=58 time=6.15 ms 64 bytes from 2a02:2e0:3fe:100::8: icmp_seq=4 ttl=58 time=5.44 ms --- heise.de ping statistics --- 4 packets transmitted, 4 received, 0% packet loss, time 3005ms rtt min/avg/max/mdev = 5.445/5.794/6.159/0.265 ms
Wenn das geht und die IPv4 Verbindungen auch noch funktionieren, dann kann man jetzt die virtuelle Maschine starten. Ich hab mir hierzu ein aktuelles CD-Image von debian.com gezogen, mit dem ich die Installation starten kann:
virt-install --connect qemu:///system -n vm01 -r 512 -f /dev/vg0/vm01 -c debian-6.0.0-amd64-netinst.iso --vnc --os-type linux --os-variant debianLenny --accelerate --network=bridge:br0 --hvm
Der Rest kann in der Manpage nachgelesen werden.
Damit läuft die Maschine und man kann per VNC drauf. Ich hab mir dazu auf meinem Ubuntu Desktop virt-manager installiert, damit kann man sich dann sehr bequem auf den virtuellen Maschinen einloggen und auch neue anlegen.
Zur Installation eines IPv6 only Guest noch folgende Hinweise: